Reiseinformationen
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Blockhausbau
Das Reiseziel im Frühjahr 2005 war ein kleines Dorf, genannt Kuru, etwa 55 km nördlich von Tampere. Hier befindet sich ein abseits des Dorfes gelegenes Ausbildungscamp für Forstarbeiter der finnischen Forstarbeitergesellschaft (Metsähalituusliito).
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Als Unterkunft diente uns ein Bungalow, in dem meine zwei finnische Freunde und ich jeder ein eigenes Zimmer bezogen. Außer eines großzügigen Aufenthaltsraumes beherbergte unsere Wohnstätte einen Küchenbereich, ein Bad und einen Umkleideraum, um sich nach der Arbeit der mit Sägespänen und Kettenöl kontaminierte Arbeitskleidung zu entledigen. Außergewöhnlich beeindruckte mich an diesem ersten Tag abseits der Zivilisation, dass ich mit Hilfe eines Netzwerkanschlusses mit meinem Laptop sofort die Möglichkeit hatte, ins Internet zu entfliehen. |
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Mann o Mann dachte ich nur, die Finnen haben es ja drauf! Mittlerweile treffen sich hier in Kuru Holzfachleute aus ganz Europa um das seltene Handwerk des Blockhausbaus zu studieren. Der Unterricht bestand aus Theorie Stunden und selbstverständlich auch der praktischen Anwendung des Gelernten. Ab 16.00 war Schluss und wir marschierten ist Dorf um uns mit Lebensmitteln und Bier zu versorgen. |
Übrigens, wie üblich in Finnland, waren männliche und weibliche Kursteilnehmer in separaten Saunen untergebracht. Lediglich die Abkühlung suchten wir gemeinsam im kleinen Fluss in der Nähe des Saunakomplexes. Die Saunen wurden natürlich mit Holz beheizt und boten Platz für ca. 15 Leute.
Der normale Arbeitstag wurde dominiert von der Kettensäge. Zunächst ging es um das Schärfen der Sägezähne mit Hilfe einer einfachen Rund Feile, anschließend wurde das Herzstück des Blockhausbauers betankt. Hierbei durfte natürlich das Auffüllen des Öltanks nicht vergessen werden. So vorbereitet wurden wir, natürlich unter Anleitung unserer zwei Ausbilder, an die Stämme gelassen. Aber halt, zunächst mussten die Stämme ja geschält werden!
Hier gab es wiederum zwei Möglichkeiten. Die erste Variante bestand aus einem Schäleisen, welches in langen Zügen über den Stamm gezogen wurde. Das geht zu Anfang gut und es ist ein deutlicher Erfolg sichtbar. Früher oder später schleicht sich durch die ungewohnte Kraft Anstrengung eine deutliche Ermüdung ein.
Die zweite Möglichkeit führte nun deutlich weiter! Eine Frässcheibe, mit drei einstellbaren Hobelmessern bestückt, das ganze montiert auf einen großen Winkelschleifer, glitt mit einer Höllendrehzahl über das Rundholz und hobelte so in Sekundenschnelle Span für Span vom Rundstamm. Nachdem auf diese, oder die andere Weise, einige Stämme vorbereitet waren, ging es an das Anpassen der Hölzer.
<<<Fortsetzung folgt>>>






